Jazzmeile OZMA / THE DAY WE DECIDED TO LIVE AT NIGHT

Nach fünf Jahren ohne Album kehrt OZMA mit THE DAY WE DECIDED TO LIVE AT NIGHT zurück!

OZMA / Bestzung

  • Stéphane Scharlé: Schlagzeug, Komposition
  • Édouard Séro-Guillaume: Bass
  • Musina Ebobissé: Saxophon       
  • Dan Jouravsky: Keyboards
  • Martin Ferreyros: Gitarre


Nach fünf Jahren ohne Album kehrt OZMA mit THE DAY WE DECIDED TO LIVE AT NIGHT zurück – einem zutiefst persönlichen Album des Schlagzeugers und Bandleaders Stéphane Scharlé, das einen Wendepunkt in der Geschichte der Band markiert.

Paradoxerweise ist dieses Album, obwohl es Stéphane Scharlés persönlichstes Werk als Komponist ist, zugleich das, auf dem die meisten Kollaborationen mit anderen Künstler:innen zu finden sind.

Gemeinsam mit seinem langjährigen Weggefährten, dem Bassisten Édouard Séro-Guillaume, hat er ein neues Team versammelt, eine musikalische Frischzellenkur: Musina Ebobissé am Saxophon, Martin Ferreyros an der Gitarre und – neu im Instrumentarium – Dan Jouravsky an den Keyboards, die die Posaune ersetzen.

Darüber hinaus versammelt das Album Gäste aus sehr unterschiedlichen musikalischen Welten und wagt eine Mischung aus Jazz, Metal und Rock – den künstlerischen Fundamenten Scharlés – sowie von Fulani-Musik, orientalischen Stimmen und Elektroklängen.

Eine massiver Soundwall aus Bass und Keyboards, ein pulsierendes Schlagzeug und ein lyrisches Thema, das von Gitarre und Saxophon gespielt wird – so entfaltet sich der titelgebende Eröffnungstrack „The Day We Decided To Live At Night“, der den Ton für das gesamte Album setzt.

Die Stücke auf THE DAY WE DECIDED TO LIVE AT NIGHT sind kurz und aufwändig produziert. Anders als die vorherigen OZMA-Alben, die live aufgenommen wurden, ist dieses Album als reines Studioalbum konzipiert worden.

„Mit THE DAY WE DECIDED TO LIVE AT NIGHT nehme ich eine persönlichere künstlerische Richtung. Das Album ist eine innere Reise, die von jugendlichen Lieben und erwachsenen Aufständen erzählt.“

- Stéphane Scharlé

Was beide Thematiken – die Liebe und den Aufstand – hier miteinander verbindet, sind eine ausgeprägte Film-Noir-Atmosphäre und die Intensität der Musik. Letztere äußert sich nicht in einer ausgestellten Virtuosität oder Fusion-Kunststücken, sondern in einer sich ruhenden Präsenz, aus der heraus Druck, Melodienreichtum und lyrische Schönheit entstehen. Mit einem Bild: So als würden hier Musiker aus dem Auge des Sturms herausspielen, den die Musik selbst darstellt.

Stücke wie das rockige Fresko „To the Braves“, der Sog von „I Love Snakes“ oder das Stück „Atomic Winter“, dessen zentraler Headbanger-Part in ätherische Klanglandschaften übergeht, sind perfekte Beispiele dafür.

Improvisierte Miniaturen wie „Crystal Flare“, „This is Umbra“ und der (spoiler) versteckte Track „Tropical Snow“ geben Einblick in die reichen klanglichen Möglichkeiten des neuen Instrumentariums von OZMA und die neuen künstlerischen Freiheiten des Quintetts.

Die energiegeladenen Stücke wechseln sich mit ruhigen, traumartigen Momenten ab, wie etwa der sonnigen Ballade „Multiple Faces“ oder „Magnetic Mist“, einem schwerelosen Stück, das Stéphane Scharlés neues Interesse an elektronischen Klängen zeigt.

Zusammenarbeiten haben in Stéphane Scharlés Laufbahn immer eine zentrale Rolle gespielt. Die syrische Sängerin Lynn Adib verleiht mit ihrer zarten Stimme dem Stück „Amours Volatiles“, wahrscheinlich eine der schönsten Balladen von OZMA, eine zugleich mütterliche und ätherische Aura. Ohne Übergang folgt das mitreißende „Metalycra“, ein Spielfeld für die experimentelle Flötistin Delphine Joussein, Mitglied des Trios Nout, und für die scharfkantigen sieben Saiten von Thomas Ketterer, einem Metal-Gitarristen, den OZMA in seinen Anfangsjahren kennengelernt haben.

Eine weitere brüderliche Freundschaft verbindet Stéphane Scharlé mit dem Fulani-Flötisten Dramane Dembélé, den er 2008 in Burkina Faso kennengelernt und mit dem er das Quartett Sarkaba gegründet hat. Seine aufwühlenden Melodien, gespielt in Call-and-Response, verleihen dem Stück „Rapide et Furieuse“ eine strahlende Intensität und machen es zu einem der drängendsten Titel auf THE DAY WE DECIDED TO LIVE AT NIGHT.

Die spanische Keyboarderin und Sängerin Meritxell Neddermann, mit der Stéphane Scharlé bereits im Duo gespielt hat, veredelt das sanft-fließende Stück „Quadratisch“ mit einem Dutzend Keyboard- und Vocoder-Spuren und schenkt dem Album so ein stilles und betörendes Finale.

Das visuelle Universum des Albums entstand in Zusammenarbeit mit dem Künstler Andrea Ciulu (@andreaciulu), der sich selbst als AI Art Explorer beschreibt. Die dreizehn Tracks werden von einem Booklet mit 20 KI-generierten Schwarz-Weiß-Bildern visuell begleitet: futuristische und zugleich verfallene urbane Landschaften, Wale, die über Wolkenkratzern schweben, verzerrte Architektur und die wiederkehrende Figur einer Schlange als Symbol des Widerstands. Eine visuelle Erzählung, die die aktuell laufenden globalen Krisen und Eskalationen in Bilder fasst.

THE DAY WE DECIDED TO LIVE AT NIGHT könnte der Soundtrack eines dystopischen Science-Fiction-Film Noir sein. Trotzdem versinkt die Musik nie in Melancholie oder Verzweiflung, hat zu keiner Sekunde etwas Drückendes oder Trauriges. Stattdessen übermittelt sie in ihrer Intensität, Lebendigkeit und Energie eine positive Botschaft: eine Aufforderung, sich trotz allem nicht zu verschließen, sondern sich immer wieder zu verwandeln, zu vermischen und von anderen bereichern zu lassen. THE DAY WE DECIDED TO LIVE AT NIGHT zeugt von den ständigen Übergängen, die in uns stattfinden. Und von den Erinnerungen, Sehnsüchten, Spielen, die man mit sich herumträgt, wie auch von den Versprechen, die man im Laufe eines Lebens demjenigen gemacht hat, der man geworden ist und noch werden wird, ohne je aufzuhören, der zu sein, der man einmal war.

 

EINSCHUB 1

In diesem Album gibt es verehrte Schlangen, Feuerfeen und metallische Hexen, kindliche Verspieltheit und sanfte Saiten die Trost spenden. Gewalt und Zärtlichkeit als zwei Seiten derselben Medaille.

 

EINSCHUB 2

„The Day We Decided to Live at Night“ ist eine Reflexion über unsere Zeit – eine Aufforderung zur Anpassung, Resilienz und Transformation. Inspiriert von einer dystopischen Vision, in der die Menschheit nachts lebt, um einer unerträglichen Hitze zu entkommen, erklingt jedes Stück als Metapher für unsere kollektiven und individuellen Entscheidungen.


Veranstaltungsdetails

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Ort
Café Wagner
Preis
12 € Ermäßigt | 15 € Standard