Don Pablo Mulemba - Hundeheimat
Als Kind musste Don Pablo Mulemba, Sohn eines angolanischen Vertragsarbeiters und einer Ostdeutschen, ständig seine Hautfarbe erklären. Er selbst empfand sich selbstverständlich als deutsch – und wurde doch immer wieder zum Fremden gemacht. Seine Eltern hatten sich in der DDR kennengelernt, aber der Osten der Nachwendezeit war kein sicherer Ort mehr für sie und ihre Kinder. Es waren die «Springerstiefeljahre». Nachdem man ihren Freund Amadeu Antonio in Eberswalde auf offener Straße zu Tode prügelte, sahen die Eltern keine Perspektive mehr und wanderten nach Angola aus. Pablo aber wollte bleiben. Mit zwölf ging er auf ein Sportinternat in Cottbus und musste als Schwarzer Jugendlicher seinen Weg finden.
Heute stellt er sich die entscheidenden Fragen nach Identität, Heimat und Zugehörigkeit, Fragen, die ihn auf eine gemeinsame Reise mit seinem Vater bis nach Angola führen. – Don Pablo Mulembas Geschichte ist auch die Geschichte des wiedervereinigten Deutschlands: mit seinen Wunden, Brüchen und der Entschlossenheit, dennoch eine Zukunft zu schaffen.
Don Pablo Mulemba, 1995 in Eberswalde als Sohn eines Angolaners und einer Ostdeutschen geboren, ist Journalist, Reporter und Podcaster. Für seine journalistische Arbeit wählte das Medium Magazin Don Pablo Mulemba unter die Top 30 bis 30. Hundeheimat ist sein erstes Buch.
Die Veranstaltung wird durch die Partnerschaft für Demokratie gefördert. Dennoch gibt es einen Ticketvorverkauf mit Preisoptionen von 0 bis 5€ (zzgl. Vorverkaufsgebühr).
Tickets gibt es HIER