Do 05.07.2018

19:00 Uhr

„ ‚Wir haben den Begriff des Volkseigentums beim Wort genommen‘: Schwarzwohnen in der DDR“


Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Leben auf der Baustelle?! – Bauen und Wohnen in der DDR“ des Thüringer Archiv für Zeitgeschichte.

Impuls: Dr. Udo Grashoff (Historiker)

Zeitzeugen: Dr. Ralf Hedwig, Jörg Zickler

 


Die Veranstaltungsreihe des Thüringer Archivs für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ (ThürAZ) beschäftigt sich dieses Jahr mit dem Thema „Leben auf der Baustelle? – Bauen und Wohnen in der DDR“.

Wohnraummangel war in der DDR ein eklatantes Problem: 1971 kamen auf 1000 Einwohner in den Bezirken Gera, Erfurt und Suhl nur 338 Wohnungen. Auch wenn Erich Honecker im Zuge der Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik der Schaffung von Wohnraum hohe Priorität zumaß und eine „Lösung der Wohnungsfrage als soziales Problem“ bis 1990 versprach, blieb die Wohnungsversorgung bis 1989/90 mangelhaft.

Wie ging die Bevölkerung mit dem Mangel an Wohnraum um? Wie begegnete sie anderen Problemen, z. B. der Kopplung der Wohnungsvergabe an Arbeitsverträge, aber auch den Bauschäden in und an Altbauten in den Innenstädten?

In der Veranstaltungsreihe untersucht das ThürAZ Formen eigensinnigen Verhaltens und kreative Lösungsansätze der DDR-BürgerInnen im Bezug auf die Themen Bauen und Wohnen. Unter anderem betrachten wir die Aneignung von Wohnraum durch „Schwarzwohnen“, die Gründung lokaler Initiativen zur Konservierung von Altbausubstanz und den Wohnalltag in Neubaugebieten.


Eintritt: t.b.a. / t.b.a.


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