Di 03.03.2015

18:00 Uhr

Vortrag zu Feminismus in der Popkultur: Referentin Sonja Eisman


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Did we all wake up like this? Pop zwischen feministischem Empowerment und Kontrolle

2014 raste ein Bild durch die Medien: Superstar Beyoncé in Kämpferinnenpose vor riesigen Leuchtlettern, die das Wort „Feminist“ buchstabieren. Im gleichen Jahr spricht sich die junge Schauspielerin Emma Watson in einer Rede vor der UN für mehr feministisches Engagement von Männer aus, während Miley Cyrus sich nun als „eine der größten Feministinnen der Welt“ empfindet. Was abseits des Mainstream schon seit Jahrzehnten im Pop verhandelt wird, ist im Zeitalter von „Girls“ ganz oben in den Charts angekommen. Doch welche Politiken verbergen sich hinter der Transformation vom vormals Unsagbaren in Sagbares, während gleichzeitig Neo-Rechte zur Jagd auf alle Nicht(-Gender-)Konformen blasen? In einem Vortrag mit audiovisuellen Beispielen soll der Frage nachgegangen werden, wie die Debatten rund um Choice-Feminismus, Aktivismus und Backlash in und durch die Popkultur strukturiert werden.
Referentin Sonja Eismann lebt und arbeitet als Co-Chefredakteurin des Missy Magazine und als freie Autorin in Berlin.
Vortrag mit  Diskussion
anschließend Filmvorführung „Audre Lorde – Die Berliner Jahre 1984 – 1992“
Audre Lorde war eine US-amerikanische Schriftstellerin und Aktivistin. Sie bezeichnete sich selbst als „black lesbian feminist mother poet warrior“. Der Dokumentarfilm vermittelt Audre Lordes Beiträge zu dem deutschen Diskurs über Rassismus, Xenophobie, Antisemitismus, Klassenunterdrückung und Homophobie. Gespräche mit Personen, die Audre Lorde persönlich kannten und mit jungen Frauen, die von ihrem Werk beeindruckt sind, stellen die Verbindung zur Gegenwart her und zeigen die nachhaltige Wirkung von Begegnungen mit Lorde und mit ihrem Werk.

Eintritt: frei / -


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