Mi 25.01.2017

20:00 Uhr

UFC-Kino: Klänge des Verschweigens


D, 2012, 90 min, Regie: Klaus Stanjek

Durch das Aufblättern eines Familiengeheimnisses begibt sich der detektivische Dokumentarfilm von Klaus Stanjek, Professor für Dokumentarfilmregie an der Hochschule für Film und Fernsehen «Konrad Wolff», in die jüngere deutsche Vergangenheit und nähert sich tabubelasteten Zeiten wie weißen Flecken einer historischen Landkarte. Im Mittelpunkt steht die Biographie von Wilhelm Heckmann. Von 1923 bis in die sechziger Jahre trat der ausgebildete Konzertsänger und Pianist in ganz Deutschland und der Schweiz auf. Mit der Gleichschaltung durch die NS-Kulturpolitik und parallel zur Ausgrenzung „entarteter Musik“ zeigten die NS-Kulturpolitiker Sympathie für seine Musik und förderten ihn – z.B. mit Hilfe des NS-Kampfblattes »Das Deutsche Podium«. Seine bisexuelle Orientierung wurde ihm in der Zeit der verschärften Homosexuellenverfolgung zum Verhängnis. Nach Denunziation und Verhaftung wurde er 1937 ins KZ Dachau deportiert, später von da ins KZ Mauthausen. Trotz der extrem harten Umstände konnte er bis zum Kriegsende und der Befreiung überleben.


Eintritt: 4,00 € / 4,50 €


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