So 19.05.2013

21:00 Uhr

LIVE on Stage: Peter Piek (D/Leipzig) + Bernhard Eder (AT)


gironapeterpiekPeter Piek (eigentlich Piechaczyk) ist ein Kuriosum. Geboren 1982 in der damaligen Karl-Marx-Stadt und später in Leipzig sesshaft, ist der Zwei-Meter-Schlaks so etwas wie ein künstlerisches Gesamtpaket, ein Allrounder im wahrsten Wortsinn. Pieks malt, schreibt, spielt mehrere Instrumente – und hat sich dabei wohlgemerkt nicht orchestralem Experimental-Jazz verschrieben, sondern straightem Indie-Power-Pop.

Musik in Verbindung mit Malerei ist an sich nichts grundlegend Neues, doch Peter Piek empfindet beide Künste als untrennbar. Auf die Frage, ob man Farben hören könne, antwortet Piek mit einem klaren „Ja„. Die Songs für seinen 2010 erschienenen Zweitling I Paint It On A Wall entstehen beispielsweise, in dem er zuerst Teile der Songtexte auf Leinwand malt und die dadurch entstandenen Bilder wiederum vertont. Umgekehrt hört er beim Malen stets Musik, woraus sogenannte rhythmische Bilder entstehen.

Peter Piek gibt sich im Laufe seiner künstlerischen Tätigkeiten verschiedene Namen, je nachdem, in welchem Medium er gerade arbeitet. So nannte er sich – in einer Art Persönlichkeitsspaltung – als Maler Peter Piechanczyk und als Musiker Peter Stone. 2006 vereinigt er diese Persönlichkeiten zum Gesamtkünstler Peter Piek. Den Akt dieser Verschmelzung beschreibt er in seinem Essay „Die Wiedervereinigung zu Peter Piek“.

Von 2002 bis 2006 studiert Piek Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, bricht das Studium dann aber wegen künstlerischer Unstimmigkeiten ab. 2003 gründet er zusammen mit drei anderen Kunstschaffenden die Künstlergruppe „Querschlag“ und fungiert als Initiator der unabhängigen Künstlerinitiative „Malfront“. Im „Peter Piek Zentrum für Kultur“ (PPZK), einer 2002 von ihm gegründeten Produzentengalerie, sammelt er Kunst und bietet anderen Künstlern eine Plattform.

Nebst seinem Engagement als Künstler und Autor ist Piek ständig unterwegs. Er gibt Hunderte Konzerte, die ihn wiederholt für Tourneen bis in die Staaten führten. Musik rückt immer mehr ins Zentrum seines Schaffens und wird schließlich zu seinem Hauptberuf.

 

http://www.peterpiek.com

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BernhardEder_PostBreakupCoffee_Presse_cut Eigentlich hat der Wiener Singer-Songwriter Bernhard Eder Vergleiche mit Genre-Größen wie Nick Drake, Elliott Smith oder José Gonzáles längst nicht mehr nötig. Denn durch seine hochgelobten Vorgängeralben The Livingroom Sessions und Tales From The Eastside ist es dem musikalischen Multitalent bereits gelungen, sich in der unüberschaubaren Musiklandschaft nachhaltig zu etablieren. Und doch passen diese Vergleiche zur melancholisch-zerbrechlichen Musik des viel gebuchten Künstlers – und auch wieder nicht: weil Bernhard Eder mit seinen Songs einen eigenen Kosmos kreiert, der über die Zitierten weit hinausreicht. Genau diese kreative Polyvalenz spiegelt sich auch auf To DisappearDoesn’t Mean To Run Away perfekt wider.

Genügend Künstler stagnieren in ihrer Entwicklung. Nicht so Bernhard Eder. Er hat mit dem selbst produzierten To Disappear Doesn’t Mean To Run Away eine Platte aufgenommen, die unverkennbar seinen Trademarksound in sich trägt. Aber dies geschieht auf eine vielschichtige, umfassende und eklektische Art und Weise, die in dieser Form neu für Eder ist und tiefgehend berührt. Wer offensichtliche Hits und Großtaten wie Unexpected, Sad Ballad Man, Good To Be oder Lisbon hört, weiß was gemeint ist. (Aus: solaris-empire.de)

 

 


Eintritt: 5€ / -


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