Do 01.05.2014

22:00 Uhr

Live on Stage: Messer + DIE!DIE!DIE + Love-Songs


MESSER (This Charming Man/Münster)

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»Das ist keine kleine Musik mehr. Das neue Album von Messer baut einen enormen Hallraum auf, eine nächtliche Riesenkammer, in der sie alle ihr Echo finden, die Geisterstimmen aus dem SO36 in Berlin, der frühen Hamburger Schule und dem Ratinger Hof (und das ist doch Fassbinder hier, und das Malaria, und ist das jetzt mehr Brian Ferry oder Rio Reiser?). Ihre spezifische Hauntology beschwört die Unsichtbaren im Medium eines Rock, der zweifellos den Achtzigern verpflichtet und doch alles andere ist als Retro. Denn hier geht es nicht um nerdige Indie-Spurensuche in der staubigen Verweishölle des Pop und schon gar nicht um Nostalgie – hier wird ein Erbe angetreten! Das sagt der klare, ganz und gar unfrickelige Gestus der Musik, und diesen Anspruch erheben unmissverständlich die abstrakten, allegoriegesättigten Lyrics. Kurz: Messer bauen diese gespenstisch große Echokammer als Raum, in dem ein neues Pathos gewagt werden kann. Ihre Songs kommen vollständig ironiefrei, dabei aber nie überheblich daher, das neue Pathos ist (wenn man so etwas von Pathos sagen kann) tastend, nicht abgedichtet gegen Enttäuschung und Lächerlichkeit, aber auch keinen Moment lang von ihnen gehemmt, sondern vorbehaltlos gegenwärtig. Tradition erscheint in Form helfender Geister, sie „verschwindet aus der Zeit / und bleibt doch ewig“ (Staub), indem sie sich in Schubkraft für das Neue und Eigene verwandelt. Und das geht nach vorn.«

(Prof. Dr. Moritz Baßler über »Die Unsichtbaren«)

„Nach einer Plattenlänge Messer 2013 klingt jede Wagner-Oper wie ein Kinderlied.“ Zeit Online

 „,Die Unsichtbarenʻ setzt das Wüten gegen einen unheimlichen Zeitgeist fort – mit wiederbelebten Spukgespenstern aus einer fast vergessenen Phase der Relevanz, dem Post-Punk.“ Spiegel Online

 „Dabei sind sie ja selten geworden, die Stimmen, die nicht nur mit sich selbst sprechen oder quasi-private Ich-und-du-Geschichten erzählen. Die Leute, die den Rest des Raumes ungalant niederbrüllen, jedem unmissverständlich klarmachen, dass sie gehört und beim Wort genommen werden wollen, auch wenn sie vor allem lamentieren.“ Süddeutsche Zeitung

http://gruppemesser.blogspot.de/

MESSER »Neonlicht« from field recordings on Vimeo.

 

DIE!DIE!DIE! (Golden Antenna Records/NZ)

Flirrende Gitarren! Ein treibendes Schlagzeug! Leidenschaftliche Vocals! Noise-Pop-Post-Punk vom anderen Ende der Welt!

„Remember the first time you saw a band that blew your mind right open? Die! Die! Die! is all about doing that: a sense of danger, hunger and heat – qualities that so many current groups guilelessly miss.“ – The Guardian.

http://diediedie.bandcamp.com/

 

LOVE-SONGS (Hamburg)

Die Blicke auf die Jahrzehnte haben keinen Staub zurückgelassen.
Schlagzeug wird in Computerschleifen gewebt.
Selten singen Stimmen mit Maschinen.
Der Bass bleibt menschlich.
Variationen intensivieren die Repitition.
Den Kopf schütteln. Die Ohren sitzen. Es kratzt manchmal.
Lovesongs lieben Liebeslieder – spielen aber keine.

LOVE-SONGS sind
Sebastian Kokus (ME SUCCEEDS/i saw music)
Manuel Chittka (WE FADE TO GREY)
& Thomas Korf (SHOWING OFF THE BLING BLING/i saw music)

https://soundcloud.com/lovesongsband

http://love-songs.bandcamp.com/

 

Vorverkauf via https://www.tixforgigs.com/ und ohne VVK-Gebühren im Café Wagner, in der Bücherstube am Johannistor in Jena und im Woodstock Recordstore in Erfurt.

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Einlass 21 Uhr
Beginn 22 Uhr


Eintritt: 11€ / 14€


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