So 09.11.2014

20:00 Uhr

Lesung mit „Ahne – Zwiegespräche mit Gott“


»Ahne«

Ahne, 1968 in Berlin-Buch geboren, ist gelernter Offset-Drucker. Die Wende war für ihn ein Glücksfall: Er wurde arbeitslos und Hausbesetzer. Ahne war etliche Jahre bei den Surfpoeten aktiv, die er mitgegründet hat. Jeden Sonntag liest er bei der Reformbühne Heim & Welt im Kaffee Burger. Insgesamt erschienen drei Bände der »Zwiegespräche mit Gott«, sowie ein Buch mit Texten und Strichzeichnungen: »Was war eigentlich morgen«. Im Frühjahr 2011 veröffentlichte Voland & Quist seinen ersten Lyrikband »Gedichte, die ich mal aufgeschrieben habe«, zuletzt erschien sein Kurzgeschichtenband »Wieder kein Roman«. Ahne ist einer der bekanntesten Lesebühnenautoren der Welt.

Zwiegespräche mit Gott

Das vierte Buch

Das vierte Buch nun also. Was bisher geschah: Gott lebt. In der Choriner Straße 61. Ist umgezogen. Die Älteren werden ihn noch aus der 63 kennen. Woche für Woche kommt so ein Typ vorbei, der von seinen Problemen erzählt, meistens jedenfalls. Manchmal auch nicht. Manchmal hat er gar keine Probleme, glaubt er. Dann glaubt er, Gott hätte welche. Oder er will was wissen. Wann der Flughafen öffnet zum Beispiel, warum die von Femen immer so gut aussehen, ob Gott beschnitten ist, was WSDV heißt oder wer am Ende die ganzen Toten zählt. Gott antwortet dann. Oder er wundert sich. Oder ist sauer. Oder nimmt’s gelassen. Ab und zu stellt er sich auch unwissend. Oder ist er es sogar?

Auf der beiliegenden CD kann man Ahne und Gott zuhören.

Alle Bücher von Ahne

Der Verlag

Voland & Quist wird im Oktober 2004 gegründet. Die beiden Verlagsgründer Sebastian Wolter und Leif Greinus bringen im selben Monat ihren ersten Titel heraus und erobern mit der Kurzgeschichten-Anthologie »Die Surfpoeten« den literarischen Underground. Die Idee für den ungewöhnlichen Namen »Voland & Quist« entstand bereits während des Studiums des Buchhandels und der Verlagswirtschaft in Leipzig. Voland, der mephistophelische Teufel aus Michail Bulgakows »Meister und Margarita«, steht dem friedensstiftenden Quinten Quist aus Harry Mulischs »Die Entdeckung des Himmels« gegenüber. Mutmaßungen, dass sich die Wesenszüge der Verleger in »Voland & Quist« widerspiegeln, gab es bereits.

Der Verlag veröffentlicht junge, zeitgemäße Literatur, den meisten Büchern liegt eine CD oder DVD bei, auf der sich neben Lesungen der Autoren selbst oft auch Bonusmaterial befindet. Voland & Quist veröffentlicht hauptsächlich Lesebühnenliteratur, Spoken-Word-Lyrik und Romane und Erzählungen junger osteuropäischer Autoren. Seit 2010 werden Kinderbücher verlegt.

2007 wird der Verlag mit dem Preis der »Hanna Johannes Arras Stiftung zur Förderung von Kunst und Kultur in Dresden« ausgezeichnet, 2010 mit dem Kurt-Wolff-Förderpreis.

 

 

 

 


Eintritt: 5,- / 6,-


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