Rot.Gelb.Blau. | Linie.Fläche.Raum
28. November 2017
FROZEN MUSICIANS
13. September 2018

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Fünf Jahre Rotzfrech Cinema.
Fünf Jahre Kino in der bewusst gesuchten Nische.
Fünf Jahre DIY ohne Kommerzscheiße und Gewinnabsichten.
Fünf Jahre Graff und Hip Hop auf der Leinwand; und für alle.
Fünf Jahre und es passierte so vieles …

Begonnen hatte alles, wie so oft: Als spontane Idee. Aus der Rap-Veranstaltung Rotzfrech entstieg irgendwann der wirre Plan, Rotzfrech Cinema als kleines Nebenprojekt ans Tageslicht zu ziehen. Im Café Wagner, die Heimat unseres Kinos, gab und gibt es den UFC, den UniFilmClub. Dieser nahm uns freundlich auf und versorgte uns mit Knowhow, Räumen und dem technischen Support. Und auf einmal, am 27.03.2013 lief unser erster Film: Unlike U.
Seit dem ist viel passiert aka ein guter Moment um kurz zurückzuschauen.

Rotzfrech Cinema ist von Anfang an ein sehr entspanntes und langsames Projekt gewesen. Eine kleine Blase, die mit stoischer Gelassenheit den Geschwindigkeiten des Alltages trotz. Denn die Vorarbeit zu jedem Screening erfordert Zeit und lässt sich nicht zwischen Tür und Angel realisieren. Filme wollen gesucht und gefunden werden, Verantwortliche angeschrieben, überzeugt und bezahlt werden. Plakate, Werbung, Auf- und Abbau. All das erfordert einen guten Vorlauf, was wiederum den Vorteil hat, dass man genug Zeit zum lernen und auch fragen hat: Wie läuft die Werbung? Was wir brauchen Plakate? Wer kann die gestalten? Fuck, wir können die ja auch selber machen? Oh nein, die müssen ja auch verteilt und verklebt werden? Scheiße, wo kriegen wir die 100 EUR her, um den Filmverleih bezahlen zu können? Was sollen wir als Eintritt nehmen? Regisseure lassen sich auch einladen? Zum ersten Mal eine Deutschlandpremiere – ist das nicht zu krass für uns? Wie kommt der deutsche Untertitel in unsere Doku und wer kann ihn übersetzen? Kooperationen mit anderen und Kino außerhalb von Jena? Und wäre es nicht geil, die Leute aus den Filmen auch mal zu interviewn? … dies sind einige Fragen, die wir uns in den fünf Jahren gestellt haben bzw. uns stellen mussten. Sie und vor allem die Antworten darauf haben unser Projekt in weiten Teilen geprägt und geformt und es zu dem gemacht, was es heute ist: Ein kleines aber feines unabhängiges Nischenkino, was sich dem Thema Graffiti mit Herz und Seele verschrieben hat und mit seiner flimmernden Leinwand einen Beitrag zu einer lebendigen Hip Hop- und Graffiti-Kultur beitragen möchte.

 

 

DANKE!

Glyf & Katha / UFC (fürs aufnehmen, unterstützen und begleiten; und die ersten 6 Plakate); Uwe & Tobi / Cafe Wagner (für den TechnikSupport); Dietmar & Sebastian / Kulturförderung Erfurt (fürs Cash und die Superberatung); Loop Colors (für den geilen Support); OnTheRun (für den Support und die Drips); Rotzfrech (für die Unterstützung zu Beginn); Horschtie (für dein Glauben an die Vision); Kubi & Basti (für die geilen Plakate); Johanna (für dein Interesse, Unterstützung und die Herzlichkeiten) Stefan Pohl (fürs rumkommen und deine Ratschläge); Kyle Greenberg (für die SignPainters Mission); Ingo, TurboTina & Hannu / Fonds Soziokultur (fürs Cash und die freundliche Unterstützung); Seagel Silver (fürs Logo); Luke, Kummi und Michael / Retronom (für euren liebevollen Support und eure herzliche Art); Annabell & Sophia (für eure Übersetzungen); Die Kollektive Offensive & von Erfurt nach Berlin (danke für die geile Werbung und euer Interesse!); Muchat, Benni & Sven (für den geilen Mr. Wood Tag); Greg G (für die vielen Connecies und den ewigen Support) Thomas / Kubus (für die schöne Zusammenarbeit!), Sabeth (für den Ausstellungssupport), Vinz / Smells Like Hotdog (für die geile Unterstützung beim Kauf der Popcornmaschine .. und ey, und überhaupt), Danke an alle Gäste, Besucherinnen und Leute, die unser Projekt mit einer Spende unterstützt haben…
DANKE, denn ohne euch wär es niemals klar gegangen. Niemals. Und niemals so schön!