Neu! Niemand zeigt Bildchen
16. Februar 2015
erwägungen
19. April 2015

28.03. bis 19.04.2015

 

Mit Fotografien von Elisa Walter und Robert Pauli

Im September 2013 hatten wir beide vorerst genug vom Lernen in Schule und Uni und genug auch von der westlichen Welt. Die Zeit war reif, ganz neue Pfade zu betreten und so wagten wir uns neugierig ganz woanders hin: wir flogen nach Nepal.

Abgesehen vom Datum des Rückflugs in viereinhalb Monaten stand anfangs nichts anderes fest als der Wunsch, dieses faszinierende Land hautnah und intensiv kennenzulernen. Wir wollten die touristischen Pfade unbedingt auch verlassen! Und was wir dann vorgefunden haben, sollen nun die Bilder in dieser Ausstellung zeigen.

Momentaufnahmen sind es, im Gewimmel von Mensch, Tier und Fahrzeug oder inmitten der Stille der höchsten Berge der Welt. Alltägliches vermischt sich mit Besonderem, Offensichtlicheres mit eher Verstecktem. Und überall spiegelt sich die wunderbare Erfahrung wider, in einem fremden Land als Bruder und Schwester aufgenommen worden zu sein. Mit großer Gastfreundschaft wurden wir empfangen und lernten so einiges kennen: Wir wanderten im Himalaya, lebten in der Hauptstadt Kathmandu und anderen kleineren Städten, aber länger noch bei typischen nepalesischen Familien auf dem Land. Dort arbeiteten wir auf kleineren oder größeren Bauernhöfen mit, tauchten in die nepalesische Kultur ein, lernten traditionelle und moderne Lebensweisen kennen und nicht nur den Alltag der Menschen, sondern auch ihre religiösen Feste und Bräuche.

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Die offenen Herzen und Türen der Menschen können dennoch nicht immer über die Schattenseiten des Landes hinwegtrösten. Politisch ist das Land instabil und obwohl der Bürgerkrieg bereits fast zehn Jahre vorbei ist, finden sich keine festen Mehrheiten. Auch Verkehr, Müllentsorgung oder beispielsweise der Umweltschutz sind ohne Regelung. Die Bevölkerung wächst über die Tragfähigkeit der Landwirtschaft hinaus, die Hauptstadt Kathmandu bald wohl über den Rand ihres Talkessels. Und der ist bereits vollgestopft mit Fahrzeugen, Unrat und jeder Menge Beton. Zwischen sich jagenden Hundehorden und Autokarawanen tut es dann auch gut, einfach einmal die Tür hinter sich verriegeln zu können.

Nepal ist weit mehr als blass-bunte Gebetsfahnen vor schneebedeckten Achttausendern. Und was wir sahen, war ebenso oft verstörend wie schön. Beide Seiten sollen daher in den Bildern dieser Ausstellung ihren Platz finden.

Wer anschließend noch mehr über das Land und unsere Reise erfahren möchte, sei am 12.04.2015 um 17 Uhr im Café Wagner herzlich willkommen. Wir zeigen dort unseren Vortrag „Nepal – die Essenz einer Reise“, der Eintritt ist frei.

Einlass: 16:30   Beginn des Vortrags: 17:00  (ca. 105 min mit Pause)

Kontakt: Robert Pauli, pauli.robert@gmx.de