Mo 10.12.

19:00 Uhr

„Arbeit und Nachhaltigkeit – geht das zusammen?“ Jenseits der Arbeit hin zu einer radikal nachhaltigen Post-Work-Gesellschaft


Vortrag und Buchvorstellung von Tobi Rosswog .

Spätestens seit dem Bericht des Club of Rome von 1972 muss allen bewusst
sein, dass es auf einem begrenzten Planeten kein unendliches Wachstum
geben kann. Die Wachstumslogik wird dank der Degrowth-Bewegung auch
immer mehr hinterfragt, was gut und wichtig ist. Allerdings fehlt dabei
etwas Entscheidendes: Wir stellen die Arbeitslogik nicht in Frage, die
mit ihrem Produktivitäts- und Beschäftigungsfetisch dafür verantwortlich
ist, dass destruktive Arbeit weiterhin legitimiert und praktiziert wird.
Das Arbeitsplatz-Argument a la „Hauptsache es gibt Arbeitsplätze“
blendet alle. Egal, ob du mit deiner Arbeit im Kohlekraftwerk dem
Klimawandel ordentlich einheizt oder in Großunternehmen andere Menschen
global ausbeutest – es spielt keine Rolle. Die ökosoziale Perspektive
wird im Namen der angeblich so notwendigen Arbeit außer Acht gelassen
und vollkommen ignoriert. Dabei sollte allen klar sein: Auf einem toten
Planeten gibt es keine Arbeitsplätze.

Der Referent Tobi Rosswog lädt in diesem Vortrag und der Vorstellung
seines neuen Buches ein, sich Gedanken jenseits des Arbeitsfetisches hin
zu einer radikal nachhaltigen Post-Work-Gesellschaft zu machen. Was
macht Arbeit mit uns? Was macht Arbeit mit der Welt? Und: Warum arbeiten
wir? Wie schaffen wir den Spagat zwischen Arbeit und Engagement? Und
ganz wichtig: Wie können Lebensmodelle aussehen, ohne Arbeit zu leben?

Zum Referenten:
Als Aktivist, freier Dozent und Initiator ist Tobi Rosswog für die
sozial-ökologische Transformation unterwegs. Mit all seiner Zeit und
Energie setzt er sich für den Wandel ein – hin zu einer Gesellschaft
jenseits von Arbeit, Eigentum und Geld. Seit zehn Jahren ist er in
diesem Sinne aktiv und lädt in rund 100 Vorträgen pro Jahr zum
Perspektivwechsel ein. Zudem initiierte er die Bewegung living utopia,
das BildungsKollektiv imago und das Kollektiv für gelebte Utopie mit, um
diese Ideen praktisch erfahrbar zu machen. Nun hat er auch das Buch
„AFTER WORK“ geschrieben, welches im oekom Verlag erschien.“


Eintritt: Eintritt frei / t.b.a.


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