An apple a day? – Eine Ausstellung zum Thema Essstörungen von Melanie Kausch
12. März 2016
ZUSTÄNDE IN ASPIK
26. Mai 2017

8.05. – 03.07.2016

Reiseeindrücke und ein silent comic trailer

Im letzten Jahr war ich in der Ukraine und dabei längere Zeit in Saporischja. Da haben wir mit Kindern Superhelden für ihre Stadt gezeichnet und beim durch die Stadt Spazieren sind die Bilder Sapo1-5 entstanden. Es war im November, deswegen die Grundstimmung. Ich hätte gerne mehr Ansichten gezeichnet aber irgendwann muss man ja auch weiter. Teilweise hab ich aber einfach bestimmte Motive in meinem Comic eingebaut und so ist Saporischja jetzt eine Art Drehort meiner Geschichte über das Hähnchen mit der Elvisfrisur welches durch den Tag spaziert.

Auf dem Amt wird mir gesagt, es sei keine Arbeit was ich mache. Arbeit sei mühevolle Tätigkeit. Man sagt mir ich soll jede Tätigkeit annehmen, auch an der Supermarktkasse könne ich arbeiten . Das stimmt, aber ich will lieber zeichnen. Ich zieh meinen Hut vor den Leuten an der Supermarktkasse. Es ist aber auch mit Mühe verbunden zu zeichnen.

 

Aufträge hat man nicht genug um sich damit zu finanzieren. Wenn ich keine habe zeichne ich einfach was ich will und stell das dann aus. Ich wollte schon immer mal ein längeres Comic zeichnen also hab ich damit angefangen. Anfänglich sollten es nur 60 Seiten sein mittlerweile ist es aber mehr geworden, gerade zeichne ich an dem Ende.

Bei mir gibt es keine Sprechblasen, die sind out! So etwas nennt man dann „silent comic“, ein Subgenre erfunden bevor es überhaupt Sprechblasen gab. Die Idee dahinter ist das jeder die Geschichte verstehen kann ein praktischer Nebeneffekt ist zudem das man keinen Text übersetzen muss. In der Ukraine hab ich dann auch zum ersten Mal „Der Mann mit der Kamera“ (Человек с киноаппаратом) gesehen und irgendwie hatte ja die Kinoki eine ähnliche Idee, nämlich (u.a.) eine internationale Sprache durch Bilder zu erschaffen. Zudem entsteht aus der Montage von Aufnahmen und Orten eine Art Metaraum. So etwas hab ich dann auch gemacht, weswegen es im Hintergrund meiner Geschichte neben Saporischja auch Anspielungen auf und Motive aus anderen Städten gibt.

Einen Eindruck davon wie man so etwas machen kann hab ich hier in Form einiger Seiten ausgestellt. Das sind die Bilder, welche als Titel nur Seitenzahlen tragen. Gleichzeitig ist es auch ein Trailer für mein Comic „Rockin Rooster meets Hula Lady“ (Arbeitstitel) was man ja zum
Glück auch bald kaufen kann.
Da es keine große Auflage geben wird und solche erfahrungsgemäß schnell vergriffen sind, empfehle ich ja eine Vorbestellung unter modern.war.jetzt@gmail zu senden falls ihr eines der wenigen Exemplare erwerben wollt bzw. Drucke der ausgestellten Bilder wünscht.

Falls euch die Bilde gefallen und ihr eine kleine Übersicht über sonstige Bilder und Projekte von mir wünscht findet ihr die auf auf der sich im Aufbau befindlichen Seite, die so ähnlich klingt wie die Mailadresse, nämlich modern-war-jetzt.net.

Ansonsten viel Spaß mit den Bildern.

E. Niemand